"Menschen und Maschinen werden gemeinsam kreativ"

Interview

8 Minuten

10.06.2024

Helmut van Rinsum

Der Bestsellerautor, Futurist und Strategieberater Bernard Marr hat ein neues Buch geschrieben. Titel: Generative AI in Practice. Höchste Zeit also, mit ihm ein Interview zu führen – über die disruptive Kraft von KI, ihren Einfluss auf Arbeit und Freizeit sowie die Frage, welche Tools er eigentlich so nutzt.

Bernard, Sie schreiben, dass die Menschheit noch nie Zugang zu einer so mächtigen Technologie wie GenAI hatte. Ist das nicht etwas übertrieben?

Bernard Marr: Nein, das ist keine Übertreibung. GenAI besitzt die Fähigkeit, kreativ zu sein und Inhalte zu generieren, die zuvor nicht existierten. Diese kreative Dimension in Verbindung mit der Fähigkeit, riesige Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und daraus zu lernen, macht GenAI zu einer technologischen Revolution, die weit über die Möglichkeiten früherer Technologien hinausgeht. Zudem steht GenAI im Mittelpunkt anderer Technologien wie Virtual und Augmented Reality und immersive Realität. Auch die beeinflusst und verstärkt sie sehr stark. Dadurch entstehen neue, immersive und interaktive Erlebnisse, die bisher undenkbar waren.

Sie weisen darauf hin, dass GenAI so ziemlich alle Bereiche unserer Wirtschaft und Gesellschaft berührt. Wo ist der Einfluss besonders stark?

Marr: Der Einfluss von GenAI ist besonders stark im Gesundheitswesen, in der Finanzbranche und im Bildungswesen. Im Gesundheitswesen revolutioniert GenAI Diagnosen und personalisierte Behandlungspläne. In der Finanzbranche verbessert sie Risikobewertungen und Betrugserkennung. Im Bildungswesen ermöglicht GenAI personalisiertes Lernen und automatisierte administrative Prozesse.

Im Marketing wird seit Monaten betont, dass AI zur Personalisierung führen wird. Bisher ist dies jedoch nur in rudimentärer Form erkennbar. Wann werden wir hier wirklich einen grundlegenden Wandel sehen?

Marr: Der grundlegende Wandel im Marketing wird kommen, sobald Unternehmen die notwendigen Dateninfrastrukturen aufgebaut und die KI-Systeme ausreichend trainiert haben. Ich erwarte, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren erhebliche Fortschritte sehen werden, da GenAI immer besser darin wird, individuelle Kundenpräferenzen in Echtzeit zu erkennen und darauf zu reagieren.

GenAI wird eigenständig Kunstwerke erstellen

GenAI wird auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Welche Berufe werden nach und nach verschwinden und welche werden neu entstehen?

Marr: Berufe, die stark repetitive und analysierende Aufgaben beinhalten, wie Dateneingabe oder einfache Buchhaltung, werden nach und nach verschwinden. Neu entstehen werden Berufe in der Entwicklung und Überwachung von KI-Systemen, in der Ethikberatung für KI und in kreativen Bereichen, wo die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neue innovative Möglichkeiten schafft.

Der kreative Sektor wird besonders betroffen sein. Welche Disruptionen erwarten Sie?

Marr: Im kreativen Sektor erwarte ich große Umwälzungen, da GenAI in der Lage sein wird, eigenständig Kunstwerke, Musik und Literatur zu erstellen. Dies wird traditionelle Arbeitsweisen herausfordern, aber gleichzeitig neue Formen der Zusammenarbeit und Innovation ermöglichen, bei denen Menschen und Maschinen gemeinsam kreative Prozesse gestalten.

Wie sieht die Zukunft des Prompters aus?

Marr: Der Prompter wird eine zentrale Rolle spielen, da er die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bildet. Mit fortschreitender GenAI-Entwicklung wird die Fähigkeit, präzise und kreative Anweisungen zu geben, immer wichtiger. Prompting wird zu einer neuen, wertvollen Fähigkeit werden, die in vielen Berufen gefragt ist.

Neues Buch von Bernard Marr: GenAI in Practice

Wie wird GenAI unser Freizeitverhalten verändern? Können wir mit ähnlichen Umwälzungen rechnen, wie sie vor Jahren durch die Gaming-Industrie entstanden sind?

Marr: GenAI wird unsere Freizeitgestaltung erheblich verändern. Wir werden personalisierte Unterhaltungsangebote sehen, die genau auf unsere Vorlieben abgestimmt sind. In der Gamingindustrie wird GenAI dazu beitragen, dynamische und anpassungsfähige Spielwelten zu schaffen, die sich in Echtzeit an die Aktionen der Spieler anpassen. Ähnliche Disruptionen erwarte ich in anderen Freizeitbereichen.

Robuste Standards sind entscheidend

Fake News und Desinformation sind große gesellschaftliche Probleme, die mit GenAI einhergehen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Marr: GenAI kann sowohl zur Bekämpfung als auch zur Verbreitung von Fake News und Desinformation eingesetzt werden. Es ist daher entscheidend, robuste ethische Standards und Technologien zur Erkennung und Bekämpfung von Desinformation zu entwickeln. GenAI kann helfen, Fakten schneller zu überprüfen und vertrauenswürdige Informationsquellen zu stärken, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Es kommen jeden Tag neue AI-Tools auf den Markt. Wie behalten Sie den Überblick?

Marr: Den Überblick zu behalten, erfordert eine Kombination aus kontinuierlichem Lernen, Networking mit anderen Experten und der Nutzung von Ressourcen wie Fachzeitschriften, Webinars und Konferenzen. Es ist wichtig, ständig neugierig zu bleiben und bereit zu sein, neue Technologien auszuprobieren und zu bewerten.

Welche drei AI-Tools sind für Sie bei der Arbeit und in der Freizeit unverzichtbar geworden?

Marr: Drei AI-Tools, die für mich unverzichtbar geworden sind, sind: OpenAI’s GPT-4o and Google Gemini als allgemeiner Mitarbeiter und administrative Hilfe. MidJourney zur Bildgenerierung und kreativen Visualisierung. Grammarly, um meine Schreibarbeiten zu optimieren und sicherzustellen, dass meine Texte klar und fehlerfrei sind.

Das Interview führte Helmut van Rinsum

Bernard Marr ist international erfolgreicher Autor, Keynote-Speaker und Strategie- und Tech-Berater. Er coacht Unternehmen wie Amazon, Google, Microsoft, IBM, aber auch die UN. LinkedIn hat Bernard kürzlich unter den fünf einflussreichsten Wirtschaftsexperten der Welt eingeordnet. Er ist Autor von inzwischen 19 Bestsellern, schreibt für das Weltwirtschaftsforum und hat eine regelmäßige Kolumne für Forbes. Auf Social Media hat Bernard hochgerechnet rund vier Millionen Follower.

"Menschen und Maschinen werden gemeinsam kreativ"

Interview

8 Minuten

10.06.2024

Helmut van Rinsum

Der Bestsellerautor, Futurist und Strategieberater Bernard Marr hat ein neues Buch geschrieben. Titel: Generative AI in Practice. Höchste Zeit also, mit ihm ein Interview zu führen – über die disruptive Kraft von KI, ihren Einfluss auf Arbeit und Freizeit sowie die Frage, welche Tools er eigentlich so nutzt.

Bernard, Sie schreiben, dass die Menschheit noch nie Zugang zu einer so mächtigen Technologie wie GenAI hatte. Ist das nicht etwas übertrieben?

Bernard Marr: Nein, das ist keine Übertreibung. GenAI besitzt die Fähigkeit, kreativ zu sein und Inhalte zu generieren, die zuvor nicht existierten. Diese kreative Dimension in Verbindung mit der Fähigkeit, riesige Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und daraus zu lernen, macht GenAI zu einer technologischen Revolution, die weit über die Möglichkeiten früherer Technologien hinausgeht. Zudem steht GenAI im Mittelpunkt anderer Technologien wie Virtual und Augmented Reality und immersive Realität. Auch die beeinflusst und verstärkt sie sehr stark. Dadurch entstehen neue, immersive und interaktive Erlebnisse, die bisher undenkbar waren.

Sie weisen darauf hin, dass GenAI so ziemlich alle Bereiche unserer Wirtschaft und Gesellschaft berührt. Wo ist der Einfluss besonders stark?

Marr: Der Einfluss von GenAI ist besonders stark im Gesundheitswesen, in der Finanzbranche und im Bildungswesen. Im Gesundheitswesen revolutioniert GenAI Diagnosen und personalisierte Behandlungspläne. In der Finanzbranche verbessert sie Risikobewertungen und Betrugserkennung. Im Bildungswesen ermöglicht GenAI personalisiertes Lernen und automatisierte administrative Prozesse.

Im Marketing wird seit Monaten betont, dass AI zur Personalisierung führen wird. Bisher ist dies jedoch nur in rudimentärer Form erkennbar. Wann werden wir hier wirklich einen grundlegenden Wandel sehen?

Marr: Der grundlegende Wandel im Marketing wird kommen, sobald Unternehmen die notwendigen Dateninfrastrukturen aufgebaut und die KI-Systeme ausreichend trainiert haben. Ich erwarte, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren erhebliche Fortschritte sehen werden, da GenAI immer besser darin wird, individuelle Kundenpräferenzen in Echtzeit zu erkennen und darauf zu reagieren.

GenAI wird eigenständig Kunstwerke erstellen

GenAI wird auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Welche Berufe werden nach und nach verschwinden und welche werden neu entstehen?

Marr: Berufe, die stark repetitive und analysierende Aufgaben beinhalten, wie Dateneingabe oder einfache Buchhaltung, werden nach und nach verschwinden. Neu entstehen werden Berufe in der Entwicklung und Überwachung von KI-Systemen, in der Ethikberatung für KI und in kreativen Bereichen, wo die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neue innovative Möglichkeiten schafft.

Der kreative Sektor wird besonders betroffen sein. Welche Disruptionen erwarten Sie?

Marr: Im kreativen Sektor erwarte ich große Umwälzungen, da GenAI in der Lage sein wird, eigenständig Kunstwerke, Musik und Literatur zu erstellen. Dies wird traditionelle Arbeitsweisen herausfordern, aber gleichzeitig neue Formen der Zusammenarbeit und Innovation ermöglichen, bei denen Menschen und Maschinen gemeinsam kreative Prozesse gestalten.

Wie sieht die Zukunft des Prompters aus?

Marr: Der Prompter wird eine zentrale Rolle spielen, da er die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bildet. Mit fortschreitender GenAI-Entwicklung wird die Fähigkeit, präzise und kreative Anweisungen zu geben, immer wichtiger. Prompting wird zu einer neuen, wertvollen Fähigkeit werden, die in vielen Berufen gefragt ist.

Neues Buch von Bernard Marr: GenAI in Practice

Wie wird GenAI unser Freizeitverhalten verändern? Können wir mit ähnlichen Umwälzungen rechnen, wie sie vor Jahren durch die Gaming-Industrie entstanden sind?

Marr: GenAI wird unsere Freizeitgestaltung erheblich verändern. Wir werden personalisierte Unterhaltungsangebote sehen, die genau auf unsere Vorlieben abgestimmt sind. In der Gamingindustrie wird GenAI dazu beitragen, dynamische und anpassungsfähige Spielwelten zu schaffen, die sich in Echtzeit an die Aktionen der Spieler anpassen. Ähnliche Disruptionen erwarte ich in anderen Freizeitbereichen.

Robuste Standards sind entscheidend

Fake News und Desinformation sind große gesellschaftliche Probleme, die mit GenAI einhergehen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Marr: GenAI kann sowohl zur Bekämpfung als auch zur Verbreitung von Fake News und Desinformation eingesetzt werden. Es ist daher entscheidend, robuste ethische Standards und Technologien zur Erkennung und Bekämpfung von Desinformation zu entwickeln. GenAI kann helfen, Fakten schneller zu überprüfen und vertrauenswürdige Informationsquellen zu stärken, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Es kommen jeden Tag neue AI-Tools auf den Markt. Wie behalten Sie den Überblick?

Marr: Den Überblick zu behalten, erfordert eine Kombination aus kontinuierlichem Lernen, Networking mit anderen Experten und der Nutzung von Ressourcen wie Fachzeitschriften, Webinars und Konferenzen. Es ist wichtig, ständig neugierig zu bleiben und bereit zu sein, neue Technologien auszuprobieren und zu bewerten.

Welche drei AI-Tools sind für Sie bei der Arbeit und in der Freizeit unverzichtbar geworden?

Marr: Drei AI-Tools, die für mich unverzichtbar geworden sind, sind: OpenAI’s GPT-4o and Google Gemini als allgemeiner Mitarbeiter und administrative Hilfe. MidJourney zur Bildgenerierung und kreativen Visualisierung. Grammarly, um meine Schreibarbeiten zu optimieren und sicherzustellen, dass meine Texte klar und fehlerfrei sind.

Das Interview führte Helmut van Rinsum

Bernard Marr ist international erfolgreicher Autor, Keynote-Speaker und Strategie- und Tech-Berater. Er coacht Unternehmen wie Amazon, Google, Microsoft, IBM, aber auch die UN. LinkedIn hat Bernard kürzlich unter den fünf einflussreichsten Wirtschaftsexperten der Welt eingeordnet. Er ist Autor von inzwischen 19 Bestsellern, schreibt für das Weltwirtschaftsforum und hat eine regelmäßige Kolumne für Forbes. Auf Social Media hat Bernard hochgerechnet rund vier Millionen Follower.

"Menschen und Maschinen werden gemeinsam kreativ"

Interview

8 Minuten

10.06.2024

Helmut van Rinsum

Der Bestsellerautor, Futurist und Strategieberater Bernard Marr hat ein neues Buch geschrieben. Titel: Generative AI in Practice. Höchste Zeit also, mit ihm ein Interview zu führen – über die disruptive Kraft von KI, ihren Einfluss auf Arbeit und Freizeit sowie die Frage, welche Tools er eigentlich so nutzt.

Bernard, Sie schreiben, dass die Menschheit noch nie Zugang zu einer so mächtigen Technologie wie GenAI hatte. Ist das nicht etwas übertrieben?

Bernard Marr: Nein, das ist keine Übertreibung. GenAI besitzt die Fähigkeit, kreativ zu sein und Inhalte zu generieren, die zuvor nicht existierten. Diese kreative Dimension in Verbindung mit der Fähigkeit, riesige Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und daraus zu lernen, macht GenAI zu einer technologischen Revolution, die weit über die Möglichkeiten früherer Technologien hinausgeht. Zudem steht GenAI im Mittelpunkt anderer Technologien wie Virtual und Augmented Reality und immersive Realität. Auch die beeinflusst und verstärkt sie sehr stark. Dadurch entstehen neue, immersive und interaktive Erlebnisse, die bisher undenkbar waren.

Sie weisen darauf hin, dass GenAI so ziemlich alle Bereiche unserer Wirtschaft und Gesellschaft berührt. Wo ist der Einfluss besonders stark?

Marr: Der Einfluss von GenAI ist besonders stark im Gesundheitswesen, in der Finanzbranche und im Bildungswesen. Im Gesundheitswesen revolutioniert GenAI Diagnosen und personalisierte Behandlungspläne. In der Finanzbranche verbessert sie Risikobewertungen und Betrugserkennung. Im Bildungswesen ermöglicht GenAI personalisiertes Lernen und automatisierte administrative Prozesse.

Im Marketing wird seit Monaten betont, dass AI zur Personalisierung führen wird. Bisher ist dies jedoch nur in rudimentärer Form erkennbar. Wann werden wir hier wirklich einen grundlegenden Wandel sehen?

Marr: Der grundlegende Wandel im Marketing wird kommen, sobald Unternehmen die notwendigen Dateninfrastrukturen aufgebaut und die KI-Systeme ausreichend trainiert haben. Ich erwarte, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren erhebliche Fortschritte sehen werden, da GenAI immer besser darin wird, individuelle Kundenpräferenzen in Echtzeit zu erkennen und darauf zu reagieren.

GenAI wird eigenständig Kunstwerke erstellen

GenAI wird auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Welche Berufe werden nach und nach verschwinden und welche werden neu entstehen?

Marr: Berufe, die stark repetitive und analysierende Aufgaben beinhalten, wie Dateneingabe oder einfache Buchhaltung, werden nach und nach verschwinden. Neu entstehen werden Berufe in der Entwicklung und Überwachung von KI-Systemen, in der Ethikberatung für KI und in kreativen Bereichen, wo die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neue innovative Möglichkeiten schafft.

Der kreative Sektor wird besonders betroffen sein. Welche Disruptionen erwarten Sie?

Marr: Im kreativen Sektor erwarte ich große Umwälzungen, da GenAI in der Lage sein wird, eigenständig Kunstwerke, Musik und Literatur zu erstellen. Dies wird traditionelle Arbeitsweisen herausfordern, aber gleichzeitig neue Formen der Zusammenarbeit und Innovation ermöglichen, bei denen Menschen und Maschinen gemeinsam kreative Prozesse gestalten.

Wie sieht die Zukunft des Prompters aus?

Marr: Der Prompter wird eine zentrale Rolle spielen, da er die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bildet. Mit fortschreitender GenAI-Entwicklung wird die Fähigkeit, präzise und kreative Anweisungen zu geben, immer wichtiger. Prompting wird zu einer neuen, wertvollen Fähigkeit werden, die in vielen Berufen gefragt ist.

Neues Buch von Bernard Marr: GenAI in Practice

Wie wird GenAI unser Freizeitverhalten verändern? Können wir mit ähnlichen Umwälzungen rechnen, wie sie vor Jahren durch die Gaming-Industrie entstanden sind?

Marr: GenAI wird unsere Freizeitgestaltung erheblich verändern. Wir werden personalisierte Unterhaltungsangebote sehen, die genau auf unsere Vorlieben abgestimmt sind. In der Gamingindustrie wird GenAI dazu beitragen, dynamische und anpassungsfähige Spielwelten zu schaffen, die sich in Echtzeit an die Aktionen der Spieler anpassen. Ähnliche Disruptionen erwarte ich in anderen Freizeitbereichen.

Robuste Standards sind entscheidend

Fake News und Desinformation sind große gesellschaftliche Probleme, die mit GenAI einhergehen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Marr: GenAI kann sowohl zur Bekämpfung als auch zur Verbreitung von Fake News und Desinformation eingesetzt werden. Es ist daher entscheidend, robuste ethische Standards und Technologien zur Erkennung und Bekämpfung von Desinformation zu entwickeln. GenAI kann helfen, Fakten schneller zu überprüfen und vertrauenswürdige Informationsquellen zu stärken, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Es kommen jeden Tag neue AI-Tools auf den Markt. Wie behalten Sie den Überblick?

Marr: Den Überblick zu behalten, erfordert eine Kombination aus kontinuierlichem Lernen, Networking mit anderen Experten und der Nutzung von Ressourcen wie Fachzeitschriften, Webinars und Konferenzen. Es ist wichtig, ständig neugierig zu bleiben und bereit zu sein, neue Technologien auszuprobieren und zu bewerten.

Welche drei AI-Tools sind für Sie bei der Arbeit und in der Freizeit unverzichtbar geworden?

Marr: Drei AI-Tools, die für mich unverzichtbar geworden sind, sind: OpenAI’s GPT-4o and Google Gemini als allgemeiner Mitarbeiter und administrative Hilfe. MidJourney zur Bildgenerierung und kreativen Visualisierung. Grammarly, um meine Schreibarbeiten zu optimieren und sicherzustellen, dass meine Texte klar und fehlerfrei sind.

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Bernard Marr ist international erfolgreicher Autor, Keynote-Speaker und Strategie- und Tech-Berater. Er coacht Unternehmen wie Amazon, Google, Microsoft, IBM, aber auch die UN. LinkedIn hat Bernard kürzlich unter den fünf einflussreichsten Wirtschaftsexperten der Welt eingeordnet. Er ist Autor von inzwischen 19 Bestsellern, schreibt für das Weltwirtschaftsforum und hat eine regelmäßige Kolumne für Forbes. Auf Social Media hat Bernard hochgerechnet rund vier Millionen Follower.

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