Das Fast-Food-Dilemma der KI: Warum Convenience-Lösungen oft in die Falle führen

Das Fast-Food-Dilemma der KI: Warum Convenience-Lösungen oft in die Falle führen

Insight

5 Minuten

04.04.2025

Burger und Cola auf einem Teller
Burger und Cola auf einem Teller
Burger und Cola auf einem Teller

Ein Gastbeitrag von Bosse Küllenberg und Fritz-Ulli Pieper Stellen wir uns vor: Es ist Essenszeit und die Belegschaft ist versammelt und hungrig. Doch anstatt eines fertigen Gerichts findet sich nur ein Sack Kartoffeln auf dem Tisch, eine Basiszutat, roher und unverarbeiteter Natur. Genauso erleben Unternehmen KI-Tools, wenn ihnen der strategische Kontext fehlt. Die Erwartungen sind hoch: Schnelle Effizienzgewinne, Automatisierung, ein „neues Zeitalter“ der Produktivität. Doch was ihnen präsentiert wird ist lediglich eine Grundlage, weit entfernt von einem fertigen Gericht.

Die Verlockung ist verständlich. Tools wie ChatGPT und andere LLMs wirken vielseitig, liefern aber nicht sofort den spezifischen Mehrwert, den viele Führungskräfte erwarten. Bleibt der Effizienzsprung aus, wächst die Skepsis, ob KI wirklich der Gamechanger ist. Dieses Missverständnis beruht auf der Annahme, dass KI direkt einsatzbereit ist. Doch wie rohe Kartoffeln oder Weizen noch keine Mahlzeit sind, ist ein KI-Tool ohne Strategie und Kontext kein Erfolgsgarant. Ein Sack Kartoffeln macht nur satt, wenn man weiß, wie man ihn verarbeitet.

Die Bequemlichkeit von „KI-Junkfood“ 

Pommes mit Ketchup – schnell verfügbar, kurzfristig befriedigend. Genauso wirken „Ready-to-use“-KI-Lösungen wie ChatGPT-Plus-X: praktisch und effizient, aber nicht nachhaltig. Sie liefern schnelle Ergebnisse und sind verführerisch im Alltag. Doch wie Pommes bieten sie keine langfristige Grundlage. Unternehmen, die auf diese Bequemlichkeit setzen, verzichten oft darauf, eigene Kompetenzen aufzubauen und machen sich von externem Wissen abhängig, das von Drittanbietern kontrolliert wird.

Was anfangs kostengünstig und bequem erscheint, wird zur teuren Angewohnheit. Lizenzgebühren, Abonnements und Wartungskosten summieren sich, während die strategische Flexibilität schwindet. Unternehmen, die sich auf solche Lösungen verlassen, verlieren die Fähigkeit, Herausforderungen eigenständig zu bewältigen und Innovationen voranzutreiben. Fehlende technologische Grundlagen führen zu strategischen Defiziten, die langfristig den Erfolg gefährden. Wer KI nachhaltig nutzen will, muss über schnelle Lösungen hinausdenken und gezielt in eigene Fähigkeiten investieren.

Ohne Ofen kein Brot: Die Infrastruktur für nachhaltige KI 

Wie Pommes ohne Ketchup bleibt KI ohne eine solide Grundlage oft unvollständig und kurzlebig. Unternehmen, die KI nachhaltig nutzen wollen, brauchen mehr als nur die Zutaten, sie benötigen die richtige Infrastruktur, um aus der Technologie langfristig Wert zu schöpfen. 

Ohne den Ofen, der die technische und organisatorische Infrastruktur darstellt, bleibt KI unausgereift. Datenarchitekturen, sichere Systeme und geschulte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum effektiven Erfolg. Weiterbildungen und ein innovationsfreundliches Mindset sorgen dafür, dass die „Küche“ nicht nur ausgestattet, sondern auch genutzt wird. 

Richtige Erwartungen und Verhaltensanker setzen:  
Wir müssen uns fürs Kochen interessieren, nicht nur fürs Essen 

Die Führungsetage spielt eine entscheidende Rolle: Ihre Erwartungen und Signale bestimmen, ob KI als nachhaltiger Kompetenzaufbau oder nur als kurzfristiger Erfolgsbringer gesehen wird. Die Erwartung schneller, greifbarer Ergebnisse sendet ein klares Signal: Das unmittelbare Resultat zählt. Doch das verhindert eine Lernkultur, in der Zeit für Verstehen und kreatives Erproben neuer Technologien gewünscht ist. Der Fokus auf „Essen“ statt „Kochen“ führt zu kurzfristigen Convenience-Lösungen, die die strategische Entwicklung einschränken.

Unternehmensführungen müssen klare Verhaltensanker setzen und die Richtung vorgeben. Nur wenn nachhaltige Entwicklung über kurzfristige Erfolge gestellt wird, entsteht ein Umfeld, das strategische Eigenständigkeit und Innovationskraft fördert.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen:
Die Rezepte der neuen digitalen Küche  

Der erfolgreiche Umgang mit KI erfordert klare rechtliche Rahmenbedingungen, die wie „Kochrezepte“ der digitalen Welt fungieren. Rechtliche Rahmenbedingungen wie der AI Act definieren, wie Technologien eingesetzt werden dürfen. Dabei stellt sich die Frage, ob Unternehmen und Gesetzgeber proaktiv eigene „Rezepte“ für den technologischen Wandel entwickeln sollten oder ob es genügt, bestehende Vorschriften anzupassen.

Oft hinkt die Gesetzgebung der technologischen Entwicklung hinterher. Die Regulierungen werden oft erst dann geändert oder ergänzt, wenn die Technologie bereits weit verbreitet ist. Dabei sind viele Regelwerke wie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) oder die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) technologieneutral formuliert und decken bereits zentrale Fragestellungen ab. Ergänzend entstehen neue, spezifische „Rezepte“ wie der AI Act oder Regelungen zu Deepfakes, die gezielt auf aktuelle Herausforderungen reagieren.

Kochen lernen als nachhaltiger Weg 

Erfolgreiche Unternehmen setzen nicht nur auf schnelle Tools, sondern bauen eigene Kompetenzen auf, um Innovationskraft und Resilienz zu stärken. Die richtige Balance aus Innovation, Anpassungsfähigkeit und Compliance sichert Wettbewerbsvorteile und maximiert das Potenzial von KI.

KI-Integration ist wie „Kochen Lernen“, ein Prozess, der Geduld, Infrastruktur und schrittweisen Kompetenzaufbau erfordert. Unternehmen, die nachhaltigen Fortschritt wollen, kommen an dieser Grundlagenarbeit nicht vorbei. KI-Tools sind wie Kartoffeln – eine wertvolle Basis, die erst mit der richtigen Strategie ihr volles Potenzial entfaltet. Wer über „Convenience-KI“ hinausgeht und eigene Infrastruktur sowie Kompetenzen aufbaut, wird langfristig belohnt.

Der Weg zur KI-Integration folgt keinem Schema F. Unternehmen sollten sich fragen: Wo stehen wir? Was brauchen wir? Wie sieht unser „Küchenplan“ aus? Wer eine solide Basis schafft, Mitarbeitende einbindet und eine Kultur des Experimentierens fördert, stärkt nicht nur die Technologiekompetenz, sondern auch Innovationskraft und Resilienz.

Die Autoren: Bosse Küllenberg (rechts) ist seit über 20 Jahren in der Digitalbranche tätig und verantwortet als CTO der pilot Agenturgruppe die Entwicklung skalierbarer AI- und Dateninfrastrukturen. Zuvor war er CTO des Traditionsunternehmens Eterna, wo er die digitale Transformation eines mittelständischen Unternehmens mit Industrieproduktion maßgeblich vorantrieb. Fritz-Ulli Pieper, Fachanwalt für IT-Recht bei Taylor Wessing und Lableiter des BVDW AI Responsibilty Labs. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Erstellung von IT-Verträgen und allgemeinen Geschäftsbedigungen sowie die B egleitung komplexer Datenschutzprojekte.

Die Verlockung ist verständlich. Tools wie ChatGPT und andere LLMs wirken vielseitig, liefern aber nicht sofort den spezifischen Mehrwert, den viele Führungskräfte erwarten. Bleibt der Effizienzsprung aus, wächst die Skepsis, ob KI wirklich der Gamechanger ist. Dieses Missverständnis beruht auf der Annahme, dass KI direkt einsatzbereit ist. Doch wie rohe Kartoffeln oder Weizen noch keine Mahlzeit sind, ist ein KI-Tool ohne Strategie und Kontext kein Erfolgsgarant. Ein Sack Kartoffeln macht nur satt, wenn man weiß, wie man ihn verarbeitet.

Die Bequemlichkeit von „KI-Junkfood“ 

Pommes mit Ketchup – schnell verfügbar, kurzfristig befriedigend. Genauso wirken „Ready-to-use“-KI-Lösungen wie ChatGPT-Plus-X: praktisch und effizient, aber nicht nachhaltig. Sie liefern schnelle Ergebnisse und sind verführerisch im Alltag. Doch wie Pommes bieten sie keine langfristige Grundlage. Unternehmen, die auf diese Bequemlichkeit setzen, verzichten oft darauf, eigene Kompetenzen aufzubauen und machen sich von externem Wissen abhängig, das von Drittanbietern kontrolliert wird.

Was anfangs kostengünstig und bequem erscheint, wird zur teuren Angewohnheit. Lizenzgebühren, Abonnements und Wartungskosten summieren sich, während die strategische Flexibilität schwindet. Unternehmen, die sich auf solche Lösungen verlassen, verlieren die Fähigkeit, Herausforderungen eigenständig zu bewältigen und Innovationen voranzutreiben. Fehlende technologische Grundlagen führen zu strategischen Defiziten, die langfristig den Erfolg gefährden. Wer KI nachhaltig nutzen will, muss über schnelle Lösungen hinausdenken und gezielt in eigene Fähigkeiten investieren.

Ohne Ofen kein Brot: Die Infrastruktur für nachhaltige KI 

Wie Pommes ohne Ketchup bleibt KI ohne eine solide Grundlage oft unvollständig und kurzlebig. Unternehmen, die KI nachhaltig nutzen wollen, brauchen mehr als nur die Zutaten, sie benötigen die richtige Infrastruktur, um aus der Technologie langfristig Wert zu schöpfen. 

Ohne den Ofen, der die technische und organisatorische Infrastruktur darstellt, bleibt KI unausgereift. Datenarchitekturen, sichere Systeme und geschulte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum effektiven Erfolg. Weiterbildungen und ein innovationsfreundliches Mindset sorgen dafür, dass die „Küche“ nicht nur ausgestattet, sondern auch genutzt wird. 

Richtige Erwartungen und Verhaltensanker setzen:  
Wir müssen uns fürs Kochen interessieren, nicht nur fürs Essen 

Die Führungsetage spielt eine entscheidende Rolle: Ihre Erwartungen und Signale bestimmen, ob KI als nachhaltiger Kompetenzaufbau oder nur als kurzfristiger Erfolgsbringer gesehen wird. Die Erwartung schneller, greifbarer Ergebnisse sendet ein klares Signal: Das unmittelbare Resultat zählt. Doch das verhindert eine Lernkultur, in der Zeit für Verstehen und kreatives Erproben neuer Technologien gewünscht ist. Der Fokus auf „Essen“ statt „Kochen“ führt zu kurzfristigen Convenience-Lösungen, die die strategische Entwicklung einschränken.

Unternehmensführungen müssen klare Verhaltensanker setzen und die Richtung vorgeben. Nur wenn nachhaltige Entwicklung über kurzfristige Erfolge gestellt wird, entsteht ein Umfeld, das strategische Eigenständigkeit und Innovationskraft fördert.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen:
Die Rezepte der neuen digitalen Küche  

Der erfolgreiche Umgang mit KI erfordert klare rechtliche Rahmenbedingungen, die wie „Kochrezepte“ der digitalen Welt fungieren. Rechtliche Rahmenbedingungen wie der AI Act definieren, wie Technologien eingesetzt werden dürfen. Dabei stellt sich die Frage, ob Unternehmen und Gesetzgeber proaktiv eigene „Rezepte“ für den technologischen Wandel entwickeln sollten oder ob es genügt, bestehende Vorschriften anzupassen.

Oft hinkt die Gesetzgebung der technologischen Entwicklung hinterher. Die Regulierungen werden oft erst dann geändert oder ergänzt, wenn die Technologie bereits weit verbreitet ist. Dabei sind viele Regelwerke wie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) oder die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) technologieneutral formuliert und decken bereits zentrale Fragestellungen ab. Ergänzend entstehen neue, spezifische „Rezepte“ wie der AI Act oder Regelungen zu Deepfakes, die gezielt auf aktuelle Herausforderungen reagieren.

Kochen lernen als nachhaltiger Weg 

Erfolgreiche Unternehmen setzen nicht nur auf schnelle Tools, sondern bauen eigene Kompetenzen auf, um Innovationskraft und Resilienz zu stärken. Die richtige Balance aus Innovation, Anpassungsfähigkeit und Compliance sichert Wettbewerbsvorteile und maximiert das Potenzial von KI.

KI-Integration ist wie „Kochen Lernen“, ein Prozess, der Geduld, Infrastruktur und schrittweisen Kompetenzaufbau erfordert. Unternehmen, die nachhaltigen Fortschritt wollen, kommen an dieser Grundlagenarbeit nicht vorbei. KI-Tools sind wie Kartoffeln – eine wertvolle Basis, die erst mit der richtigen Strategie ihr volles Potenzial entfaltet. Wer über „Convenience-KI“ hinausgeht und eigene Infrastruktur sowie Kompetenzen aufbaut, wird langfristig belohnt.

Der Weg zur KI-Integration folgt keinem Schema F. Unternehmen sollten sich fragen: Wo stehen wir? Was brauchen wir? Wie sieht unser „Küchenplan“ aus? Wer eine solide Basis schafft, Mitarbeitende einbindet und eine Kultur des Experimentierens fördert, stärkt nicht nur die Technologiekompetenz, sondern auch Innovationskraft und Resilienz.

Die Autoren: Bosse Küllenberg (rechts) ist seit über 20 Jahren in der Digitalbranche tätig und verantwortet als CTO der pilot Agenturgruppe die Entwicklung skalierbarer AI- und Dateninfrastrukturen. Zuvor war er CTO des Traditionsunternehmens Eterna, wo er die digitale Transformation eines mittelständischen Unternehmens mit Industrieproduktion maßgeblich vorantrieb. Fritz-Ulli Pieper, Fachanwalt für IT-Recht bei Taylor Wessing und Lableiter des BVDW AI Responsibilty Labs. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Erstellung von IT-Verträgen und allgemeinen Geschäftsbedigungen sowie die B egleitung komplexer Datenschutzprojekte.

Die Verlockung ist verständlich. Tools wie ChatGPT und andere LLMs wirken vielseitig, liefern aber nicht sofort den spezifischen Mehrwert, den viele Führungskräfte erwarten. Bleibt der Effizienzsprung aus, wächst die Skepsis, ob KI wirklich der Gamechanger ist. Dieses Missverständnis beruht auf der Annahme, dass KI direkt einsatzbereit ist. Doch wie rohe Kartoffeln oder Weizen noch keine Mahlzeit sind, ist ein KI-Tool ohne Strategie und Kontext kein Erfolgsgarant. Ein Sack Kartoffeln macht nur satt, wenn man weiß, wie man ihn verarbeitet.

Die Bequemlichkeit von „KI-Junkfood“ 

Pommes mit Ketchup – schnell verfügbar, kurzfristig befriedigend. Genauso wirken „Ready-to-use“-KI-Lösungen wie ChatGPT-Plus-X: praktisch und effizient, aber nicht nachhaltig. Sie liefern schnelle Ergebnisse und sind verführerisch im Alltag. Doch wie Pommes bieten sie keine langfristige Grundlage. Unternehmen, die auf diese Bequemlichkeit setzen, verzichten oft darauf, eigene Kompetenzen aufzubauen und machen sich von externem Wissen abhängig, das von Drittanbietern kontrolliert wird.

Was anfangs kostengünstig und bequem erscheint, wird zur teuren Angewohnheit. Lizenzgebühren, Abonnements und Wartungskosten summieren sich, während die strategische Flexibilität schwindet. Unternehmen, die sich auf solche Lösungen verlassen, verlieren die Fähigkeit, Herausforderungen eigenständig zu bewältigen und Innovationen voranzutreiben. Fehlende technologische Grundlagen führen zu strategischen Defiziten, die langfristig den Erfolg gefährden. Wer KI nachhaltig nutzen will, muss über schnelle Lösungen hinausdenken und gezielt in eigene Fähigkeiten investieren.

Ohne Ofen kein Brot: Die Infrastruktur für nachhaltige KI 

Wie Pommes ohne Ketchup bleibt KI ohne eine solide Grundlage oft unvollständig und kurzlebig. Unternehmen, die KI nachhaltig nutzen wollen, brauchen mehr als nur die Zutaten, sie benötigen die richtige Infrastruktur, um aus der Technologie langfristig Wert zu schöpfen. 

Ohne den Ofen, der die technische und organisatorische Infrastruktur darstellt, bleibt KI unausgereift. Datenarchitekturen, sichere Systeme und geschulte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum effektiven Erfolg. Weiterbildungen und ein innovationsfreundliches Mindset sorgen dafür, dass die „Küche“ nicht nur ausgestattet, sondern auch genutzt wird. 

Richtige Erwartungen und Verhaltensanker setzen:  
Wir müssen uns fürs Kochen interessieren, nicht nur fürs Essen 

Die Führungsetage spielt eine entscheidende Rolle: Ihre Erwartungen und Signale bestimmen, ob KI als nachhaltiger Kompetenzaufbau oder nur als kurzfristiger Erfolgsbringer gesehen wird. Die Erwartung schneller, greifbarer Ergebnisse sendet ein klares Signal: Das unmittelbare Resultat zählt. Doch das verhindert eine Lernkultur, in der Zeit für Verstehen und kreatives Erproben neuer Technologien gewünscht ist. Der Fokus auf „Essen“ statt „Kochen“ führt zu kurzfristigen Convenience-Lösungen, die die strategische Entwicklung einschränken.

Unternehmensführungen müssen klare Verhaltensanker setzen und die Richtung vorgeben. Nur wenn nachhaltige Entwicklung über kurzfristige Erfolge gestellt wird, entsteht ein Umfeld, das strategische Eigenständigkeit und Innovationskraft fördert.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen:
Die Rezepte der neuen digitalen Küche  

Der erfolgreiche Umgang mit KI erfordert klare rechtliche Rahmenbedingungen, die wie „Kochrezepte“ der digitalen Welt fungieren. Rechtliche Rahmenbedingungen wie der AI Act definieren, wie Technologien eingesetzt werden dürfen. Dabei stellt sich die Frage, ob Unternehmen und Gesetzgeber proaktiv eigene „Rezepte“ für den technologischen Wandel entwickeln sollten oder ob es genügt, bestehende Vorschriften anzupassen.

Oft hinkt die Gesetzgebung der technologischen Entwicklung hinterher. Die Regulierungen werden oft erst dann geändert oder ergänzt, wenn die Technologie bereits weit verbreitet ist. Dabei sind viele Regelwerke wie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) oder die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) technologieneutral formuliert und decken bereits zentrale Fragestellungen ab. Ergänzend entstehen neue, spezifische „Rezepte“ wie der AI Act oder Regelungen zu Deepfakes, die gezielt auf aktuelle Herausforderungen reagieren.

Kochen lernen als nachhaltiger Weg 

Erfolgreiche Unternehmen setzen nicht nur auf schnelle Tools, sondern bauen eigene Kompetenzen auf, um Innovationskraft und Resilienz zu stärken. Die richtige Balance aus Innovation, Anpassungsfähigkeit und Compliance sichert Wettbewerbsvorteile und maximiert das Potenzial von KI.

KI-Integration ist wie „Kochen Lernen“, ein Prozess, der Geduld, Infrastruktur und schrittweisen Kompetenzaufbau erfordert. Unternehmen, die nachhaltigen Fortschritt wollen, kommen an dieser Grundlagenarbeit nicht vorbei. KI-Tools sind wie Kartoffeln – eine wertvolle Basis, die erst mit der richtigen Strategie ihr volles Potenzial entfaltet. Wer über „Convenience-KI“ hinausgeht und eigene Infrastruktur sowie Kompetenzen aufbaut, wird langfristig belohnt.

Der Weg zur KI-Integration folgt keinem Schema F. Unternehmen sollten sich fragen: Wo stehen wir? Was brauchen wir? Wie sieht unser „Küchenplan“ aus? Wer eine solide Basis schafft, Mitarbeitende einbindet und eine Kultur des Experimentierens fördert, stärkt nicht nur die Technologiekompetenz, sondern auch Innovationskraft und Resilienz.

Die Autoren: Bosse Küllenberg (rechts) ist seit über 20 Jahren in der Digitalbranche tätig und verantwortet als CTO der pilot Agenturgruppe die Entwicklung skalierbarer AI- und Dateninfrastrukturen. Zuvor war er CTO des Traditionsunternehmens Eterna, wo er die digitale Transformation eines mittelständischen Unternehmens mit Industrieproduktion maßgeblich vorantrieb. Fritz-Ulli Pieper, Fachanwalt für IT-Recht bei Taylor Wessing und Lableiter des BVDW AI Responsibilty Labs. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Erstellung von IT-Verträgen und allgemeinen Geschäftsbedigungen sowie die B egleitung komplexer Datenschutzprojekte.

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