Von Agenten bis Vibe Coding: Wohin sich KI im Jahr 2026 entwickelt

Von Agenten bis Vibe Coding: Wohin sich KI im Jahr 2026 entwickelt

Insight

5 Minuten

19.02.2026

Ob große Sprachmodelle oder smarte Assistenzfunktionen: KI hat den Sprung aus Innovationslaboren hinein in die breite Öffentlichkeit geschafft. Unternehmen haben branchenübergreifend damit begonnen, KI strategisch in ihre Wertschöpfung einzubetten. Gartner prognostiziert, dass bis 2029 rund 60 Prozent der Unternehmen Entwicklungsplattformen für KI-Agenten einsetzen werden, um komplexe Workflows zu automatisieren, die bislang menschliche Koordination erforderten. Damit verschiebt sich der Fokus in der Unternehmensführung: weg von isolierten Anwendungen, hin zu skalierbaren, orchestrierten KI-Systemen, die Prozesse neu denken und Geschäftsmodelle transformieren. KI wird unseren Alltag auch in diesem Jahr weiter durchdringen, doch vier Entwicklungen werden dabei 2026 besonders prägen. Ein Fachbeitrag von Michael Wallner, ServiceNow.

Agentische KI wird zum Standard

KI-Agenten sind das zentrale Technologie-Versprechen: intelligente Systeme, die nicht nur einzelne Aufgaben ausführen, sondern eigenständig Workflows entwickeln, komplexe Abläufe planen, koordinieren und optimieren. In 2026 werden agentische KI-Systeme einen deutlichen Reife- und Wachstumsschub erfahren. Vor allem der Wandel hin zu einer hybriden Belegschaft wird Unternehmensstrukturen verändern. Künftig gilt es KI-Agenten nicht länger als isolierte Tools zu betrachten, sondern als integrale Bestandteile betrieblicher Prozesse, die eigenständig Aufgaben koordinieren, Entscheidungen vorbereiten und skalierbare Automatisierungsstrukturen schaffen.

Damit gewinnt insbesondere die Fähigkeit, komplexe End-to-End-Workflows zu orchestrieren, an strategischer Bedeutung. Unternehmen profitieren von höherer Prozessgeschwindigkeit, reduzierten Fehlerquoten und effizienterer Ressourcennutzung. Zugleich müssen sie jedoch in robuste Dateninfrastrukturen, Sicherheitsmechanismen und Governance-Modelle investieren, um die zunehmende Autonomie dieser Systeme kontrollierbar und vertrauenswürdig zu gestalten. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass KI-Agenten im kommenden Jahr von experimentellen Prototypen zu produktiven, breit eingesetzten Schlüsseltechnologien aufsteigen.

Governance wird erfolgskritisch

Mit dem vollständigen Inkrafttreten des EU AI Act steht das Thema KI-Governance an der Spitze jeder Unternehmensagenda. Die Verordnung gilt zwar bereits seit 2024, doch ab August 2026 greifen die meisten inhaltlichen Pflichten vollständig. Besonders Unternehmen, die KI-Systeme in sensiblen oder risikorelevanten Bereichen einsetzen oder anbieten, müssen ab diesem Zeitpunkt alle Anforderungen vollständig erfüllen. Unternehmen müssen dann nachweisen können, dass Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit über den gesamten Lebenszyklus ihrer KI-Systeme hinweg verankert sind. Das betrifft vor allem sensible Bereiche wie Datenschutz, den Schutz geistigen Eigentums und die Einhaltung komplexer Compliance-Strukturen.

Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher: Governance kann als Beschleuniger für den skalierbaren KI-Einsatz in Unternehmen wirken. Organisationen, die frühzeitig klare Rollen, Richtlinien und technische Kontrollmechanismen etablieren, können Compliance-Anforderungen effizient bedienen und erzielen in der Regel schneller einen messbaren Return on Investment aus ihren KI-Initiativen. Standardisierte Prozesse und klare Entscheidungswege können zudem Risiken frühzeitig abfedern. Damit entwickelt sich das Thema Governance zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die hohe Standards bei Transparenz, Sicherheit und verantwortungsvollem KI-Einsatz erfüllen, stärken zum einen das Vertrauen von Kunden und Partnern und erhöhen zum anderen auch die Akzeptanz innerhalb der eigenen Belegschaft.

Ein wichtiger Impuls geht dabei vom Plattformgedanken aus, bei dem die Governance im Zentrum der KI-Strategie verankert ist. So entsteht ein einheitliches Fundament aus Regeln, Prozessen und Kontrollpunkten, das Unternehmen schützt und zugleich ihre Fähigkeit stärkt, KI-Systeme – einschließlich KI-Agenten – skalierbar, sicher und im Einklang mit dem EU-Rechtsrahmen zu betreiben.

Vibe Coding verändert die Art, wie wir Software entwickeln

Künftig wird auch Vibe Coding zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Ansatz beschreibt eine Form der natürlichen, sprachbasierten Interaktion, bei der Nutzer in Form von Prompts spezifizieren, welche Anwendung, Funktion oder Workflow sie benötigen. Die KI übernimmt dann die autonome Umsetzung vom Entwurf bis zur fertigen, lauffähigen Applikation. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt der Softwareentwicklung weg vom klassischen, zeilenbasierten Programmieren hin zu einer kreativen, inhaltlich getriebenen Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschine.

Vibe Coding ermöglicht so auch Anwendern ohne Programmiererfahrung einen neuen Zugang zur Softwareentwicklung und steigert zusätzlich die Produktivität erfahrener Entwicklerteams erheblich.  Ideen, für deren Umsetzung früher Wochen oder Monate notwendig gewesen wären, lassen sich nun innerhalb weniger Stunden realisieren. Dies führt zu einer Beschleunigung von Innovationszyklen und fördert eine Unternehmenskultur, die Experimente und schnelle Iterationen in den Vordergrund stellt.

KI-Agenten im Dialog

In diesem Jahr wird sich der Trend zu interoperablen KI-Systemen weiter verstärken. In solchen Umgebungen kommunizieren Agenten über standardisierte Protokolle und offene Kommunikationsframeworks miteinander, sodass sie Informationen austauschen, Aufgaben koordinieren und komplexe Workflows eigenständig ausführen können.

Ein praktisches Beispiel liefert ServiceNow mit seiner AI Agent Fabric: Die Plattform ermöglicht die Orchestrierung spezialisierter Agenten innerhalb eines Unternehmensnetzwerks. Diese agieren dann selbstständig miteinander und optimieren Workflows über Abteilungsgrenzen hinweg. Dadurch entsteht ein vernetztes agentisches System, das Ressourcen dynamisch zuteilt und Abläufe in Echtzeit anpasst.

Die Auswirkungen auf Unternehmen sind tiefgreifend. Durch die standardisierte Kommunikation zwischen Agenten entstehen KI-Ökosysteme, in denen Aufgaben nahtlos verteilt, priorisiert und erledigt werden. Unternehmen steigern so Effizienz und Geschwindigkeit und erhalten ein flexibles, skalierbares System, das dynamisch auf neue Anforderungen reagiert. Ein entscheidender Schritt hin zu weitgehend autonomen, intelligent gesteuerten Arbeitsumgebungen.

Vom Experiment zur strategischen Stärke

Zusammenfassend lässt sich sagen: Im nächsten Jahr wird KI zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Geschäftsalltags und zugleich zu einem klaren Differenzierungsfaktor. Erfolgreich sind jene Unternehmen, denen es gelingt, technologische Innovation mit einer wirksamen Governance in Einklang zu bringen. Entscheidend ist, den Einsatz von KI aktiv zu gestalten und klare Rahmenbedingungen zu entwickeln. Gleichzeitig müssen Mitarbeiter befähigt werden, KI kompetent und reflektiert einzusetzen. Auf dieser Basis entwickelt sich KI vom operativen Werkzeug zum strategischen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und nachhaltige Innovationskraft.

Der Autor: Michael Wallner ist AI Go-To-Market Leader EMEA Central bei ServiceNow und gilt als versierter Experte im Bereich innovative Technologien. Zuvor war er bei Texas Instruments tätig, wechselte später als Projektmanager Data Science zur Allianz und war von 2020 bis 2024 bei Amazon Web Services (AWS), zuletzt als Sr. Strategic Advisor Automotive & Manufacturing.

Agentische KI wird zum Standard

KI-Agenten sind das zentrale Technologie-Versprechen: intelligente Systeme, die nicht nur einzelne Aufgaben ausführen, sondern eigenständig Workflows entwickeln, komplexe Abläufe planen, koordinieren und optimieren. In 2026 werden agentische KI-Systeme einen deutlichen Reife- und Wachstumsschub erfahren. Vor allem der Wandel hin zu einer hybriden Belegschaft wird Unternehmensstrukturen verändern. Künftig gilt es KI-Agenten nicht länger als isolierte Tools zu betrachten, sondern als integrale Bestandteile betrieblicher Prozesse, die eigenständig Aufgaben koordinieren, Entscheidungen vorbereiten und skalierbare Automatisierungsstrukturen schaffen.

Damit gewinnt insbesondere die Fähigkeit, komplexe End-to-End-Workflows zu orchestrieren, an strategischer Bedeutung. Unternehmen profitieren von höherer Prozessgeschwindigkeit, reduzierten Fehlerquoten und effizienterer Ressourcennutzung. Zugleich müssen sie jedoch in robuste Dateninfrastrukturen, Sicherheitsmechanismen und Governance-Modelle investieren, um die zunehmende Autonomie dieser Systeme kontrollierbar und vertrauenswürdig zu gestalten. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass KI-Agenten im kommenden Jahr von experimentellen Prototypen zu produktiven, breit eingesetzten Schlüsseltechnologien aufsteigen.

Governance wird erfolgskritisch

Mit dem vollständigen Inkrafttreten des EU AI Act steht das Thema KI-Governance an der Spitze jeder Unternehmensagenda. Die Verordnung gilt zwar bereits seit 2024, doch ab August 2026 greifen die meisten inhaltlichen Pflichten vollständig. Besonders Unternehmen, die KI-Systeme in sensiblen oder risikorelevanten Bereichen einsetzen oder anbieten, müssen ab diesem Zeitpunkt alle Anforderungen vollständig erfüllen. Unternehmen müssen dann nachweisen können, dass Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit über den gesamten Lebenszyklus ihrer KI-Systeme hinweg verankert sind. Das betrifft vor allem sensible Bereiche wie Datenschutz, den Schutz geistigen Eigentums und die Einhaltung komplexer Compliance-Strukturen.

Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher: Governance kann als Beschleuniger für den skalierbaren KI-Einsatz in Unternehmen wirken. Organisationen, die frühzeitig klare Rollen, Richtlinien und technische Kontrollmechanismen etablieren, können Compliance-Anforderungen effizient bedienen und erzielen in der Regel schneller einen messbaren Return on Investment aus ihren KI-Initiativen. Standardisierte Prozesse und klare Entscheidungswege können zudem Risiken frühzeitig abfedern. Damit entwickelt sich das Thema Governance zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die hohe Standards bei Transparenz, Sicherheit und verantwortungsvollem KI-Einsatz erfüllen, stärken zum einen das Vertrauen von Kunden und Partnern und erhöhen zum anderen auch die Akzeptanz innerhalb der eigenen Belegschaft.

Ein wichtiger Impuls geht dabei vom Plattformgedanken aus, bei dem die Governance im Zentrum der KI-Strategie verankert ist. So entsteht ein einheitliches Fundament aus Regeln, Prozessen und Kontrollpunkten, das Unternehmen schützt und zugleich ihre Fähigkeit stärkt, KI-Systeme – einschließlich KI-Agenten – skalierbar, sicher und im Einklang mit dem EU-Rechtsrahmen zu betreiben.

Vibe Coding verändert die Art, wie wir Software entwickeln

Künftig wird auch Vibe Coding zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Ansatz beschreibt eine Form der natürlichen, sprachbasierten Interaktion, bei der Nutzer in Form von Prompts spezifizieren, welche Anwendung, Funktion oder Workflow sie benötigen. Die KI übernimmt dann die autonome Umsetzung vom Entwurf bis zur fertigen, lauffähigen Applikation. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt der Softwareentwicklung weg vom klassischen, zeilenbasierten Programmieren hin zu einer kreativen, inhaltlich getriebenen Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschine.

Vibe Coding ermöglicht so auch Anwendern ohne Programmiererfahrung einen neuen Zugang zur Softwareentwicklung und steigert zusätzlich die Produktivität erfahrener Entwicklerteams erheblich.  Ideen, für deren Umsetzung früher Wochen oder Monate notwendig gewesen wären, lassen sich nun innerhalb weniger Stunden realisieren. Dies führt zu einer Beschleunigung von Innovationszyklen und fördert eine Unternehmenskultur, die Experimente und schnelle Iterationen in den Vordergrund stellt.

KI-Agenten im Dialog

In diesem Jahr wird sich der Trend zu interoperablen KI-Systemen weiter verstärken. In solchen Umgebungen kommunizieren Agenten über standardisierte Protokolle und offene Kommunikationsframeworks miteinander, sodass sie Informationen austauschen, Aufgaben koordinieren und komplexe Workflows eigenständig ausführen können.

Ein praktisches Beispiel liefert ServiceNow mit seiner AI Agent Fabric: Die Plattform ermöglicht die Orchestrierung spezialisierter Agenten innerhalb eines Unternehmensnetzwerks. Diese agieren dann selbstständig miteinander und optimieren Workflows über Abteilungsgrenzen hinweg. Dadurch entsteht ein vernetztes agentisches System, das Ressourcen dynamisch zuteilt und Abläufe in Echtzeit anpasst.

Die Auswirkungen auf Unternehmen sind tiefgreifend. Durch die standardisierte Kommunikation zwischen Agenten entstehen KI-Ökosysteme, in denen Aufgaben nahtlos verteilt, priorisiert und erledigt werden. Unternehmen steigern so Effizienz und Geschwindigkeit und erhalten ein flexibles, skalierbares System, das dynamisch auf neue Anforderungen reagiert. Ein entscheidender Schritt hin zu weitgehend autonomen, intelligent gesteuerten Arbeitsumgebungen.

Vom Experiment zur strategischen Stärke

Zusammenfassend lässt sich sagen: Im nächsten Jahr wird KI zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Geschäftsalltags und zugleich zu einem klaren Differenzierungsfaktor. Erfolgreich sind jene Unternehmen, denen es gelingt, technologische Innovation mit einer wirksamen Governance in Einklang zu bringen. Entscheidend ist, den Einsatz von KI aktiv zu gestalten und klare Rahmenbedingungen zu entwickeln. Gleichzeitig müssen Mitarbeiter befähigt werden, KI kompetent und reflektiert einzusetzen. Auf dieser Basis entwickelt sich KI vom operativen Werkzeug zum strategischen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und nachhaltige Innovationskraft.

Der Autor: Michael Wallner ist AI Go-To-Market Leader EMEA Central bei ServiceNow und gilt als versierter Experte im Bereich innovative Technologien. Zuvor war er bei Texas Instruments tätig, wechselte später als Projektmanager Data Science zur Allianz und war von 2020 bis 2024 bei Amazon Web Services (AWS), zuletzt als Sr. Strategic Advisor Automotive & Manufacturing.

Agentische KI wird zum Standard

KI-Agenten sind das zentrale Technologie-Versprechen: intelligente Systeme, die nicht nur einzelne Aufgaben ausführen, sondern eigenständig Workflows entwickeln, komplexe Abläufe planen, koordinieren und optimieren. In 2026 werden agentische KI-Systeme einen deutlichen Reife- und Wachstumsschub erfahren. Vor allem der Wandel hin zu einer hybriden Belegschaft wird Unternehmensstrukturen verändern. Künftig gilt es KI-Agenten nicht länger als isolierte Tools zu betrachten, sondern als integrale Bestandteile betrieblicher Prozesse, die eigenständig Aufgaben koordinieren, Entscheidungen vorbereiten und skalierbare Automatisierungsstrukturen schaffen.

Damit gewinnt insbesondere die Fähigkeit, komplexe End-to-End-Workflows zu orchestrieren, an strategischer Bedeutung. Unternehmen profitieren von höherer Prozessgeschwindigkeit, reduzierten Fehlerquoten und effizienterer Ressourcennutzung. Zugleich müssen sie jedoch in robuste Dateninfrastrukturen, Sicherheitsmechanismen und Governance-Modelle investieren, um die zunehmende Autonomie dieser Systeme kontrollierbar und vertrauenswürdig zu gestalten. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass KI-Agenten im kommenden Jahr von experimentellen Prototypen zu produktiven, breit eingesetzten Schlüsseltechnologien aufsteigen.

Governance wird erfolgskritisch

Mit dem vollständigen Inkrafttreten des EU AI Act steht das Thema KI-Governance an der Spitze jeder Unternehmensagenda. Die Verordnung gilt zwar bereits seit 2024, doch ab August 2026 greifen die meisten inhaltlichen Pflichten vollständig. Besonders Unternehmen, die KI-Systeme in sensiblen oder risikorelevanten Bereichen einsetzen oder anbieten, müssen ab diesem Zeitpunkt alle Anforderungen vollständig erfüllen. Unternehmen müssen dann nachweisen können, dass Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit über den gesamten Lebenszyklus ihrer KI-Systeme hinweg verankert sind. Das betrifft vor allem sensible Bereiche wie Datenschutz, den Schutz geistigen Eigentums und die Einhaltung komplexer Compliance-Strukturen.

Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher: Governance kann als Beschleuniger für den skalierbaren KI-Einsatz in Unternehmen wirken. Organisationen, die frühzeitig klare Rollen, Richtlinien und technische Kontrollmechanismen etablieren, können Compliance-Anforderungen effizient bedienen und erzielen in der Regel schneller einen messbaren Return on Investment aus ihren KI-Initiativen. Standardisierte Prozesse und klare Entscheidungswege können zudem Risiken frühzeitig abfedern. Damit entwickelt sich das Thema Governance zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die hohe Standards bei Transparenz, Sicherheit und verantwortungsvollem KI-Einsatz erfüllen, stärken zum einen das Vertrauen von Kunden und Partnern und erhöhen zum anderen auch die Akzeptanz innerhalb der eigenen Belegschaft.

Ein wichtiger Impuls geht dabei vom Plattformgedanken aus, bei dem die Governance im Zentrum der KI-Strategie verankert ist. So entsteht ein einheitliches Fundament aus Regeln, Prozessen und Kontrollpunkten, das Unternehmen schützt und zugleich ihre Fähigkeit stärkt, KI-Systeme – einschließlich KI-Agenten – skalierbar, sicher und im Einklang mit dem EU-Rechtsrahmen zu betreiben.

Vibe Coding verändert die Art, wie wir Software entwickeln

Künftig wird auch Vibe Coding zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Ansatz beschreibt eine Form der natürlichen, sprachbasierten Interaktion, bei der Nutzer in Form von Prompts spezifizieren, welche Anwendung, Funktion oder Workflow sie benötigen. Die KI übernimmt dann die autonome Umsetzung vom Entwurf bis zur fertigen, lauffähigen Applikation. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt der Softwareentwicklung weg vom klassischen, zeilenbasierten Programmieren hin zu einer kreativen, inhaltlich getriebenen Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschine.

Vibe Coding ermöglicht so auch Anwendern ohne Programmiererfahrung einen neuen Zugang zur Softwareentwicklung und steigert zusätzlich die Produktivität erfahrener Entwicklerteams erheblich.  Ideen, für deren Umsetzung früher Wochen oder Monate notwendig gewesen wären, lassen sich nun innerhalb weniger Stunden realisieren. Dies führt zu einer Beschleunigung von Innovationszyklen und fördert eine Unternehmenskultur, die Experimente und schnelle Iterationen in den Vordergrund stellt.

KI-Agenten im Dialog

In diesem Jahr wird sich der Trend zu interoperablen KI-Systemen weiter verstärken. In solchen Umgebungen kommunizieren Agenten über standardisierte Protokolle und offene Kommunikationsframeworks miteinander, sodass sie Informationen austauschen, Aufgaben koordinieren und komplexe Workflows eigenständig ausführen können.

Ein praktisches Beispiel liefert ServiceNow mit seiner AI Agent Fabric: Die Plattform ermöglicht die Orchestrierung spezialisierter Agenten innerhalb eines Unternehmensnetzwerks. Diese agieren dann selbstständig miteinander und optimieren Workflows über Abteilungsgrenzen hinweg. Dadurch entsteht ein vernetztes agentisches System, das Ressourcen dynamisch zuteilt und Abläufe in Echtzeit anpasst.

Die Auswirkungen auf Unternehmen sind tiefgreifend. Durch die standardisierte Kommunikation zwischen Agenten entstehen KI-Ökosysteme, in denen Aufgaben nahtlos verteilt, priorisiert und erledigt werden. Unternehmen steigern so Effizienz und Geschwindigkeit und erhalten ein flexibles, skalierbares System, das dynamisch auf neue Anforderungen reagiert. Ein entscheidender Schritt hin zu weitgehend autonomen, intelligent gesteuerten Arbeitsumgebungen.

Vom Experiment zur strategischen Stärke

Zusammenfassend lässt sich sagen: Im nächsten Jahr wird KI zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Geschäftsalltags und zugleich zu einem klaren Differenzierungsfaktor. Erfolgreich sind jene Unternehmen, denen es gelingt, technologische Innovation mit einer wirksamen Governance in Einklang zu bringen. Entscheidend ist, den Einsatz von KI aktiv zu gestalten und klare Rahmenbedingungen zu entwickeln. Gleichzeitig müssen Mitarbeiter befähigt werden, KI kompetent und reflektiert einzusetzen. Auf dieser Basis entwickelt sich KI vom operativen Werkzeug zum strategischen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und nachhaltige Innovationskraft.

Der Autor: Michael Wallner ist AI Go-To-Market Leader EMEA Central bei ServiceNow und gilt als versierter Experte im Bereich innovative Technologien. Zuvor war er bei Texas Instruments tätig, wechselte später als Projektmanager Data Science zur Allianz und war von 2020 bis 2024 bei Amazon Web Services (AWS), zuletzt als Sr. Strategic Advisor Automotive & Manufacturing.

KI Marketing Newsletter

Hier erfährst Du einmal in der Woche, wo Künstliche Intelligenz in das Marketing eingreift, welche Trends sich abzeichnen und wie sie Kommunikation und Medien verändert. Informativ, unterhaltsam, nachdenklich.

Schließe Dich den 1.800+ Abonnenten an, kostenlos.

© 2026 KI Marketing Magazin

KI Marketing Newsletter

Hier erfährst Du einmal in der Woche, wo Künstliche Intelligenz in das Marketing eingreift, welche Trends sich abzeichnen und wie sie Kommunikation und Medien verändert. Informativ, unterhaltsam, nachdenklich.

Schließe Dich den 1.800+ Abonnenten an, kostenlos.

© 2026 KI Marketing Magazin

KI Marketing Newsletter

Hier erfährst Du einmal in der Woche, wo Künstliche Intelligenz in das Marketing eingreift, welche Trends sich abzeichnen und wie sie Kommunikation und Medien verändert. Informativ, unterhaltsam, nachdenklich.

Schließe Dich den 1.800+ Abonnenten an, kostenlos.

© 2026 KI Marketing Magazin