Rida Karkaba: „Social Media wird künftig weitgehend über KI laufen“
Rida Karkaba: „Social Media wird künftig weitgehend über KI laufen“
Interview
5 Minuten
29.10.2026

Mit Brandlix kommt ein Tool auf den Markt, das die Arbeit mit Social Media grundlegendverändern könnte. Denn KI übernimmt hier nicht nur die Contenterstellung, sondern auch gleich die gesamte redaktionelle Planung und Ausspielung. Ein Gespräch mit dem Gründer Rida Karkaba: über KI als Social-Media-Mitarbeiter, selbstlernende Brand Profiles und die Frage, wie autonom ein KI-Agent heute tatsächlich arbeiten kann
Was ist die Idee hinter Brandlix?
Brandlix ist aus meiner eigenen Erfahrung mit Social Media entstanden. Ich habe zuvor eine Digitalagentur betrieben und dabei gemerkt, dass es kein Komplettpaket gibt, das die eigentliche Arbeit abnimmt. Tools wie Buffer oder Hootsuite sind in erster Linie Planer und Kalender. Inzwischen ist dort zwar KI integriert, aber im Kern bleibt es ein Planungstool mit einigen KI-Funktionen.
Bei Brandlix ist es andersherum: Die KI steht im Mittelpunkt und die verschiedenen Module sind um sie herum gebaut. Brandlix ist im Kern ein LLM, das auf zahlreiche Werkzeuge für Content-Erstellung, Bildbearbeitung, Animation, Video, Posting und andere Aufgaben zugreifen kann.
Wie viele Tools sind inzwischen integriert?
Aktuell sind es rund 137 Tools. Dazu gehören unter anderem Bildbearbeitung, Animation, ein eigener Editor, Videogenerierung, Memes, Infografiken und verschiedene Funktionen für das automatische Posten. Das System ist inzwischen sehr komplex geworden.
Was unterscheidet Brandlix von einem klassischen Social-Media-Tool?
Brandlix lernt mit jedem Gespräch und mit jeder Interaktion mehr über das Unternehmen und dessen Social-Media-Aktivitäten. Es merkt sich wichtige Informationen und kann dadurch die Inhalte immer gezielter auf die jeweilige Marke ausrichten. Die größte Stärke ist aus meiner Sicht das Brand Profile. Brandlix kann beispielsweise die Website eines Unternehmens analysieren, Informationen über das Unternehmen aufnehmen und bestehende Social-Media-Profile auswerten. Es lernt die Tonalität und beobachtet auch, wie die Zielgruppe auf veröffentlichte Inhalte reagiert.
Nach zwei bis drei Wochen kann das System beispielsweise automatisch A/B-Tests durchführen, analysieren, wie Beiträge performt haben, und daraus lernen, welche Inhalte für die jeweilige Zielgruppe besser funktionieren.

Wie stark können Unternehmen dabei ihre eigene Markenidentität vorgeben?
Sehr stark. Unternehmen können beispielsweise Brand Guidelines hinterlegen und dem System konkrete Regeln geben. Wenn eine Marke bestimmte Formulierungen nicht verwendet, merkt sich Brandlix das. Wenn sie beispielsweise in DMs niemals mit „Hallo ihr Lieben“ antwortet, wird das System diese Formulierung auch nicht verwenden. Diese Regeln können über Prompts vorgegeben werden. Brandlix speichert sie und berücksichtigt sie bei der weiteren Arbeit.
Wie funktioniert das bei Unternehmen mit mehreren Marken oder Standorten?
Dafür gibt es verschiedene Workspaces. Wenn ein Unternehmen beispielsweise 65 Kaufhäuser weltweit betreibt, kann jedes Kaufhaus als eigener Workspace angelegt werden. Das ist wichtig, weil ein Kaufhaus in New York eine andere Tonalität und ein anderes Branding haben kann als eines in Shanghai. Die Workspaces sind voneinander getrennt, können aber unter einem Account verwaltet werden. Das schafft eine deutlich bessere Übersicht als ein einziger großer Social-Media-Kalender.
Sie sprechen auch vom Autopilot. Wie weit geht die Automatisierung?
Man kann unterschiedliche Stufen einstellen. Brandlix kann Inhalte als Entwurf erstellen, zur Freigabe vorlegen oder direkt veröffentlichen. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied zwischen dem normalen KI-Agenten und dem Autopilot. Der Autopilot ist ein separates Modul. Er generiert selbstständig Content und kann ihn auch automatisch veröffentlichen.

Lernt der Autopilot dabei selbstständig aus den Ergebnissen?
Nicht direkt. Der Autopilot arbeitet auf Basis der Daten und Vorgaben, die ihm gegeben wurden. A/B-Tests können später gemeinsam mit dem System ausgewertet werden. Wenn man möchte, dass der Autopilot auf neue Erkenntnisse reagiert, muss man den KI-Agenten entsprechend anweisen, den Autopilot zu aktualisieren. Vollständig automatisch funktioniert dieser Prozess also noch nicht.
Das heißt: Der Agent kann durchaus mehrere Wochen Content vorbereiten und anschließend automatisch veröffentlichen?
Genau. Man kann ihm beispielsweise zehn oder 20 Bilder geben und sagen: Erstelle daraus Content für die nächsten vier Wochen. Der Agent berücksichtigt dann, welche Plattformen verbunden sind, und passt die Inhalte an die jeweilige Plattform an. Ein Beitrag für LinkedIn wird anders formuliert als einer für Facebook. Auch die Hashtag-Strategie kann sich zwischen Instagram, TikTok und anderen Plattformen unterscheiden. Das System erstellt daraus einen entsprechenden Plan und kann die Inhalte anschließend automatisch veröffentlichen, wenn die entsprechende Freigabe erteilt wurde.
Was ist dann der Unterschied zum Autopilot?
Der Autopilot generiert den Content selbst und kann ihn auch ohne weitere Freigabe veröffentlichen. Man kann ihn also tatsächlich frei laufen lassen.
Wie viele Nutzer haben Sie inzwischen?
Wir sind erst seit Mai offiziell online. Davor war das System in der Beta- und Testphase. Bis Juli waren wir noch in einer Vorstaging-Phase, um die Stabilität des Betriebs zu testen. Jetzt beginnen wir mit dem eigentlichen Rollout. Wir haben derzeit knapp 450 Nutzer. Dafür haben wir bisher noch keine Werbung geschaltet. Die Nutzer sind über Google oder andere Wege auf Brandlix aufmerksam geworden.
Wer sind die typischen Nutzer?
Das ist sehr unterschiedlich. Ursprünglich war meine Zielgruppe vor allem bei kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen, die sich keine Social-Media-Agentur leisten können. Inzwischen ist die Nutzerbasis aber sehr gemischt. Wir sprechen auch mit sehr großen Unternehmen.
Welche LLMs stehen hinter Brandlix?
Wir nutzen die führenden Modelle und entscheiden je nach Aufgabe, welches Modell am besten geeignet ist. Bei uns sind unter anderem Gemini, Anthropic und OpenAI integriert. Für unterschiedliche Aufgaben können außerdem verschiedene Bild- und Videomodelle eingesetzt werden.
Wenn unterschiedliche LLMs eingesetzt werden: Wo sitzt dann die eigentliche Intelligenz?
Brandlix ist das Gehirn des Systems. Die einzelnen LLMs liefern letztlich die sprachliche oder inhaltliche Ausgabe. Eine Anfrage läuft zunächst durch unseren eigenen Prozess. Dabei werden die relevanten Erinnerungen und Informationen über das Unternehmen abgerufen. Erst dann wird die Anfrage an das jeweils passende Modell weitergegeben. Das ist wichtig, weil nicht jedes LLM dieselben Informationen über einen Kunden kennen muss. Die Unternehmensinformationen und die gesamte Logik liegen bei Brandlix.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Wir verwenden ausschließlich LLMs von US-Unternehmen. Die Daten werden in Europa gehostet, die Server stehen in Deutschland. Wir sind DSGVO-konform und erfüllen bereits die Anforderungen des EU AI Act. Auch die von Brandlix erzeugten Bilder und anderen Inhalte werden intern mit einem Hinweis versehen, dass sie KI-generiert wurden. Dieser Hinweis ist nicht sichtbar, kann aber aus der Datei ausgelesen werden.

Sie entwickeln Brandlix im Wesentlichen allein?
Ja. Ich arbeite seit rund eineinhalb Jahren daran und investiere etwa 90 Prozent meiner Arbeitszeit in Brandlix. Investoren gibt es bisher noch nicht, ich bin derzeit auf der Suche danach. Meine Erfahrung aus der Digitalagentur ist dabei sehr wichtig. Ich habe vorher selbst Videos produziert, Social Media betreut und die entsprechenden Prozesse durchlaufen. Die Pain Points, die ich dabei erlebt habe, sind direkt in Brandlix eingeflossen. Ich bin deshalb nicht nur Entwickler, sondern auch selbst Nutzer des Systems.
Was kostet Brandlix?
Es gibt einen kostenlosen Plan sowie Tarife für 9, 29, 79 und 199 US-Dollar. Dazu kommt ein Enterprise-Angebot. Mit dem 9-Dollar-Tarif kann man ungefähr einen Account einen Monat lang steuern. Die höheren Tarife richten sich an Nutzer, die deutlich mehr posten oder mehrere Accounts verwalten.
Welche Entwicklung erwarten Sie für Social Media in den nächsten Jahren?
Ich glaube, dass sich sehr viel verändern wird. In fünf Jahren wird es aus meiner Sicht deutlich weniger Unternehmen geben, die 3.000 oder 5.000 Euro für eine klassische Social-Media-Agentur ausgeben. Natürlich wird es weiterhin Menschen geben, die selbst hochwertigen Content produzieren. Aber für einen großen Teil der Unternehmen und der Bevölkerung wird ein System wie Brandlix ausreichen. Man kann beispielsweise ein Produktbild hochladen und sagen: Mach daraus ein 30- bis 45-sekündiges Video für Instagram Reels, YouTube Shorts und andere Plattformen. Untertitel oder andere Anpassungen können ebenfalls per Anweisung erzeugt werden. Das ist die Richtung, in die sich Social Media entwickelt.
Was ist Ihr Ziel mit Brandlix?
Ich möchte weltweit mit den großen US-Unternehmen konkurrieren und Brandlix global ausrollen. Auch ein kleines Unternehmen in einem Land, in dem 500 oder 1.000 Dollar für Social Media sehr viel Geld sind, soll mit einem vergleichsweise günstigen Tarif professionell in Social Media präsent sein können. Die Technologie wird ohnehin kommen. Wenn ich es nicht mache, wird es in zwei oder drei Jahren ein anderes Unternehmen machen. Was wir heute entwickeln, wird es künftig von vielen Unternehmen geben. Ich glaube, dass KI-generierter und KI-gesteuerter Content ein wesentlicher Teil der Zukunft von Social Media sein wird.
Interview: Helmut van Rinsum
Rida Karkaba ist Gründer und Creative Director von AI Vision Hub in Dubai. Er entwickelt KI-gestützte Videoinhalte für Marken, darunter Markenfilme, Produktinszenierungen und visuelle Konzepte. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz generativer KI in der Videoproduktion, von der kreativen Konzeption über das filmische Storytelling bis zur Postproduktion und zu visuellen Effekten.
Was ist die Idee hinter Brandlix?
Brandlix ist aus meiner eigenen Erfahrung mit Social Media entstanden. Ich habe zuvor eine Digitalagentur betrieben und dabei gemerkt, dass es kein Komplettpaket gibt, das die eigentliche Arbeit abnimmt. Tools wie Buffer oder Hootsuite sind in erster Linie Planer und Kalender. Inzwischen ist dort zwar KI integriert, aber im Kern bleibt es ein Planungstool mit einigen KI-Funktionen.
Bei Brandlix ist es andersherum: Die KI steht im Mittelpunkt und die verschiedenen Module sind um sie herum gebaut. Brandlix ist im Kern ein LLM, das auf zahlreiche Werkzeuge für Content-Erstellung, Bildbearbeitung, Animation, Video, Posting und andere Aufgaben zugreifen kann.
Wie viele Tools sind inzwischen integriert?
Aktuell sind es rund 137 Tools. Dazu gehören unter anderem Bildbearbeitung, Animation, ein eigener Editor, Videogenerierung, Memes, Infografiken und verschiedene Funktionen für das automatische Posten. Das System ist inzwischen sehr komplex geworden.
Was unterscheidet Brandlix von einem klassischen Social-Media-Tool?
Brandlix lernt mit jedem Gespräch und mit jeder Interaktion mehr über das Unternehmen und dessen Social-Media-Aktivitäten. Es merkt sich wichtige Informationen und kann dadurch die Inhalte immer gezielter auf die jeweilige Marke ausrichten. Die größte Stärke ist aus meiner Sicht das Brand Profile. Brandlix kann beispielsweise die Website eines Unternehmens analysieren, Informationen über das Unternehmen aufnehmen und bestehende Social-Media-Profile auswerten. Es lernt die Tonalität und beobachtet auch, wie die Zielgruppe auf veröffentlichte Inhalte reagiert.
Nach zwei bis drei Wochen kann das System beispielsweise automatisch A/B-Tests durchführen, analysieren, wie Beiträge performt haben, und daraus lernen, welche Inhalte für die jeweilige Zielgruppe besser funktionieren.

Wie stark können Unternehmen dabei ihre eigene Markenidentität vorgeben?
Sehr stark. Unternehmen können beispielsweise Brand Guidelines hinterlegen und dem System konkrete Regeln geben. Wenn eine Marke bestimmte Formulierungen nicht verwendet, merkt sich Brandlix das. Wenn sie beispielsweise in DMs niemals mit „Hallo ihr Lieben“ antwortet, wird das System diese Formulierung auch nicht verwenden. Diese Regeln können über Prompts vorgegeben werden. Brandlix speichert sie und berücksichtigt sie bei der weiteren Arbeit.
Wie funktioniert das bei Unternehmen mit mehreren Marken oder Standorten?
Dafür gibt es verschiedene Workspaces. Wenn ein Unternehmen beispielsweise 65 Kaufhäuser weltweit betreibt, kann jedes Kaufhaus als eigener Workspace angelegt werden. Das ist wichtig, weil ein Kaufhaus in New York eine andere Tonalität und ein anderes Branding haben kann als eines in Shanghai. Die Workspaces sind voneinander getrennt, können aber unter einem Account verwaltet werden. Das schafft eine deutlich bessere Übersicht als ein einziger großer Social-Media-Kalender.
Sie sprechen auch vom Autopilot. Wie weit geht die Automatisierung?
Man kann unterschiedliche Stufen einstellen. Brandlix kann Inhalte als Entwurf erstellen, zur Freigabe vorlegen oder direkt veröffentlichen. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied zwischen dem normalen KI-Agenten und dem Autopilot. Der Autopilot ist ein separates Modul. Er generiert selbstständig Content und kann ihn auch automatisch veröffentlichen.

Lernt der Autopilot dabei selbstständig aus den Ergebnissen?
Nicht direkt. Der Autopilot arbeitet auf Basis der Daten und Vorgaben, die ihm gegeben wurden. A/B-Tests können später gemeinsam mit dem System ausgewertet werden. Wenn man möchte, dass der Autopilot auf neue Erkenntnisse reagiert, muss man den KI-Agenten entsprechend anweisen, den Autopilot zu aktualisieren. Vollständig automatisch funktioniert dieser Prozess also noch nicht.
Das heißt: Der Agent kann durchaus mehrere Wochen Content vorbereiten und anschließend automatisch veröffentlichen?
Genau. Man kann ihm beispielsweise zehn oder 20 Bilder geben und sagen: Erstelle daraus Content für die nächsten vier Wochen. Der Agent berücksichtigt dann, welche Plattformen verbunden sind, und passt die Inhalte an die jeweilige Plattform an. Ein Beitrag für LinkedIn wird anders formuliert als einer für Facebook. Auch die Hashtag-Strategie kann sich zwischen Instagram, TikTok und anderen Plattformen unterscheiden. Das System erstellt daraus einen entsprechenden Plan und kann die Inhalte anschließend automatisch veröffentlichen, wenn die entsprechende Freigabe erteilt wurde.
Was ist dann der Unterschied zum Autopilot?
Der Autopilot generiert den Content selbst und kann ihn auch ohne weitere Freigabe veröffentlichen. Man kann ihn also tatsächlich frei laufen lassen.
Wie viele Nutzer haben Sie inzwischen?
Wir sind erst seit Mai offiziell online. Davor war das System in der Beta- und Testphase. Bis Juli waren wir noch in einer Vorstaging-Phase, um die Stabilität des Betriebs zu testen. Jetzt beginnen wir mit dem eigentlichen Rollout. Wir haben derzeit knapp 450 Nutzer. Dafür haben wir bisher noch keine Werbung geschaltet. Die Nutzer sind über Google oder andere Wege auf Brandlix aufmerksam geworden.
Wer sind die typischen Nutzer?
Das ist sehr unterschiedlich. Ursprünglich war meine Zielgruppe vor allem bei kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen, die sich keine Social-Media-Agentur leisten können. Inzwischen ist die Nutzerbasis aber sehr gemischt. Wir sprechen auch mit sehr großen Unternehmen.
Welche LLMs stehen hinter Brandlix?
Wir nutzen die führenden Modelle und entscheiden je nach Aufgabe, welches Modell am besten geeignet ist. Bei uns sind unter anderem Gemini, Anthropic und OpenAI integriert. Für unterschiedliche Aufgaben können außerdem verschiedene Bild- und Videomodelle eingesetzt werden.
Wenn unterschiedliche LLMs eingesetzt werden: Wo sitzt dann die eigentliche Intelligenz?
Brandlix ist das Gehirn des Systems. Die einzelnen LLMs liefern letztlich die sprachliche oder inhaltliche Ausgabe. Eine Anfrage läuft zunächst durch unseren eigenen Prozess. Dabei werden die relevanten Erinnerungen und Informationen über das Unternehmen abgerufen. Erst dann wird die Anfrage an das jeweils passende Modell weitergegeben. Das ist wichtig, weil nicht jedes LLM dieselben Informationen über einen Kunden kennen muss. Die Unternehmensinformationen und die gesamte Logik liegen bei Brandlix.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Wir verwenden ausschließlich LLMs von US-Unternehmen. Die Daten werden in Europa gehostet, die Server stehen in Deutschland. Wir sind DSGVO-konform und erfüllen bereits die Anforderungen des EU AI Act. Auch die von Brandlix erzeugten Bilder und anderen Inhalte werden intern mit einem Hinweis versehen, dass sie KI-generiert wurden. Dieser Hinweis ist nicht sichtbar, kann aber aus der Datei ausgelesen werden.

Sie entwickeln Brandlix im Wesentlichen allein?
Ja. Ich arbeite seit rund eineinhalb Jahren daran und investiere etwa 90 Prozent meiner Arbeitszeit in Brandlix. Investoren gibt es bisher noch nicht, ich bin derzeit auf der Suche danach. Meine Erfahrung aus der Digitalagentur ist dabei sehr wichtig. Ich habe vorher selbst Videos produziert, Social Media betreut und die entsprechenden Prozesse durchlaufen. Die Pain Points, die ich dabei erlebt habe, sind direkt in Brandlix eingeflossen. Ich bin deshalb nicht nur Entwickler, sondern auch selbst Nutzer des Systems.
Was kostet Brandlix?
Es gibt einen kostenlosen Plan sowie Tarife für 9, 29, 79 und 199 US-Dollar. Dazu kommt ein Enterprise-Angebot. Mit dem 9-Dollar-Tarif kann man ungefähr einen Account einen Monat lang steuern. Die höheren Tarife richten sich an Nutzer, die deutlich mehr posten oder mehrere Accounts verwalten.
Welche Entwicklung erwarten Sie für Social Media in den nächsten Jahren?
Ich glaube, dass sich sehr viel verändern wird. In fünf Jahren wird es aus meiner Sicht deutlich weniger Unternehmen geben, die 3.000 oder 5.000 Euro für eine klassische Social-Media-Agentur ausgeben. Natürlich wird es weiterhin Menschen geben, die selbst hochwertigen Content produzieren. Aber für einen großen Teil der Unternehmen und der Bevölkerung wird ein System wie Brandlix ausreichen. Man kann beispielsweise ein Produktbild hochladen und sagen: Mach daraus ein 30- bis 45-sekündiges Video für Instagram Reels, YouTube Shorts und andere Plattformen. Untertitel oder andere Anpassungen können ebenfalls per Anweisung erzeugt werden. Das ist die Richtung, in die sich Social Media entwickelt.
Was ist Ihr Ziel mit Brandlix?
Ich möchte weltweit mit den großen US-Unternehmen konkurrieren und Brandlix global ausrollen. Auch ein kleines Unternehmen in einem Land, in dem 500 oder 1.000 Dollar für Social Media sehr viel Geld sind, soll mit einem vergleichsweise günstigen Tarif professionell in Social Media präsent sein können. Die Technologie wird ohnehin kommen. Wenn ich es nicht mache, wird es in zwei oder drei Jahren ein anderes Unternehmen machen. Was wir heute entwickeln, wird es künftig von vielen Unternehmen geben. Ich glaube, dass KI-generierter und KI-gesteuerter Content ein wesentlicher Teil der Zukunft von Social Media sein wird.
Interview: Helmut van Rinsum
Rida Karkaba ist Gründer und Creative Director von AI Vision Hub in Dubai. Er entwickelt KI-gestützte Videoinhalte für Marken, darunter Markenfilme, Produktinszenierungen und visuelle Konzepte. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz generativer KI in der Videoproduktion, von der kreativen Konzeption über das filmische Storytelling bis zur Postproduktion und zu visuellen Effekten.
Trending
KI Marketing Newsletter
Hier erfährst Du einmal in der Woche, wo Künstliche Intelligenz in das Marketing eingreift, welche Trends sich abzeichnen und wie sie Kommunikation und Medien verändert. Informativ, unterhaltsam, nachdenklich.
Schließe Dich den 1.800+ Abonnenten an, kostenlos.
Trending
KI Marketing Newsletter
Hier erfährst Du einmal in der Woche, wo Künstliche Intelligenz in das Marketing eingreift, welche Trends sich abzeichnen und wie sie Kommunikation und Medien verändert. Informativ, unterhaltsam, nachdenklich.
Schließe Dich den 1.800+ Abonnenten an, kostenlos.
Trending
KI Marketing Newsletter
Hier erfährst Du einmal in der Woche, wo Künstliche Intelligenz in das Marketing eingreift, welche Trends sich abzeichnen und wie sie Kommunikation und Medien verändert. Informativ, unterhaltsam, nachdenklich.
Schließe Dich den 1.800+ Abonnenten an, kostenlos.







